Vergesellschaftung in Berlin: Wer will was?
Aktualisiert am 23. September 2026
Deutsche Wohnen & Co enteignen · Bestände über 3.000 Wohnungen vergesellschaften
Die Initiative verlangt die Umsetzung ihres Vergesellschaftungsgesetzes für große, profitorientierte Wohnungsunternehmen und drängt nach der Berlin-Wahl auf die Überführung der betroffenen Bestände in Gemeineigentum beziehungsweise Gemeinwirtschaft.
Wer Berlin regieren will, muss vergesellschaften
Deutsche Wohnen & Co enteignen · Deutlich unter Verkehrswert entschädigen
Nach dem Gesetzentwurf der Initiative sollen Gebäude berücksichtigt, Bodenspekulationsgewinne seit 2013 jedoch nicht vollständig entschädigt werden; daraus leitet sie etwa 40 bis 60 Prozent des herkömmlichen Verkehrswerts ab.
etwa 40 bis 60 Prozent des herkömmlichen Verkehrswerts
Deutsche Wohnen & Co enteignen · Landesvergesellschaftung bundesweit ausschließen
Die Initiative kritisiert den Plan der Bundesregierung, Vergesellschaftungen privater Mietwohnungen durch Landesgesetze bundesrechtlich auszuschließen, und will die Berliner Vergesellschaftung weiterhin ermöglichen.
Frontalangriff gegen das Grundgesetz
Die Linke Berlin · Bestände über 3.000 Wohnungen vergesellschaften
Die Berliner Linke kündigte im Wahlkampf an, im ersten Jahr einer Regierungsbeteiligung ein Vergesellschaftungsgesetz auf Grundlage des DWE-Entwurfs voranzubringen; nach der Wahl hielt sie an der Umsetzung fest.
Wir werden die Vergesellschaftung umsetzen.
Die Linke Berlin · Deutlich unter Verkehrswert entschädigen
Spitzenkandidatin Elif Eralp bezeichnete beim Wahlforum eine Entschädigungssumme von 40 Prozent unter Marktwert als guten Deal; der Landesverband fordert zudem ausdrücklich eine Entschädigung deutlich unter Verkehrswert.
guten Deal
Bündnis 90/Die Grünen Berlin · Bestände über 3.000 Wohnungen vergesellschaften
Die Berliner Grünen bekräftigten im Wahlkampf 2026 die Unterstützung der Vergesellschaftung; Spitzenkandidat Werner Graf kündigte an, den Gesetzentwurf der Initiative in einen regulären Gesetzgebungsprozess zu überführen.
SPD Berlin · Bestände über 3.000 Wohnungen vergesellschaften
Beim Wahlforum 2026 beantwortete SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach die Ja/Nein-Frage zur Umsetzung des Volksentscheids mit Nein; der Berliner Mieterverein dokumentierte diese Position.
CDU Berlin · Bestände über 3.000 Wohnungen vergesellschaften
Beim Wahlforum 2026 beantwortete CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers die Ja/Nein-Frage zur Umsetzung des Volksentscheids mit Nein und setzte stattdessen auf Neubau.
Die Linke · Bestände über 3.000 Wohnungen vergesellschaften
Der Parteivorstand beschloss im Juli 2026, die Überführung von Vonovia, LEG und anderen großen profitorientierten Immobilienunternehmen in Gemeineigentum durch Vergesellschaftung bundesweit aktiv voranzutreiben und unterstützt ausdrücklich den Berliner Volksentscheid.
Überführung ... in Gemeineigentum durch Vergesellschaftung
Die Linke · Landesvergesellschaftung bundesweit ausschließen
Der Parteivorstand kritisiert das angekündigte Bundesgesetz als Versuch, Vergesellschaftungen praktisch zu verhindern, und kündigt politischen und juristischen Widerstand an.
Artikel 15 politisch und juristisch zu verteidigen
SPD · Landesvergesellschaftung bundesweit ausschließen
Nach Angaben der tagesschau verständigten sich die Koalitionsspitzen von Union und SPD im Juli 2026 darauf, durch Bundesgesetz auszuschließen, dass private Mietwohnungsbestände durch Landes-Vergesellschaftungsgesetze verstaatlicht werden.
CDU · Bestände über 3.000 Wohnungen vergesellschaften
Merz erklärte nach der Berlin-Wahl, Deutschland müsse deutlich machen, dass privates Eigentum nicht enteignet werde, und kündigte ein Gesetz gegen die Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen an.
CDU · Landesvergesellschaftung bundesweit ausschließen
Merz kündigte an, das zwischen Justiz- und Innenministerium abgestimmte Gesetzesvorhaben rasch voranzutreiben; die Koalitionsspitzen von Union und SPD hatten sich zuvor auf die bundesgesetzliche Sperre verständigt.
CSU · Bestände über 3.000 Wohnungen vergesellschaften
CSU-Generalsekretär Martin Huber kritisierte nach der Berlin-Wahl die Vergesellschaftungspläne der Linken ausdrücklich und verwies auf Kosten und mögliche Auswirkungen auf Investitionen.
treiben den Wohnungsmarkt in den Ruin
CSU · Landesvergesellschaftung bundesweit ausschließen
Huber forderte, den Beschluss des Koalitionsausschusses zu einem Bundesgesetz gegen Immobilienvergesellschaftungen auf Landesebene schnell umzusetzen.
müssen wir nun schnellstmöglich umsetzen
AfD-Bundestagsfraktion · Bestände über 3.000 Wohnungen vergesellschaften
In der Aktuellen Stunde des Bundestags im Mai 2026 argumentierte AfD-Abgeordneter Olaf Hilmer gegen die von der Linken gewollte Enteignung großer Wohnungskonzerne und gegen einen Entzug privaten Kapitals.
keine einzige neue Wohnung
Berliner Mieterverein · Bestände über 3.000 Wohnungen vergesellschaften
Der Berliner Mieterverein spricht sich dafür aus, Wohnen als Teil der Daseinsvorsorge gemeinwohlorientiert statt renditeorientiert zu bewirtschaften, und unterstützt ausdrücklich die Vergesellschaftungsforderung der Initiative.
Der Berliner Mieterverein unterstützt die Forderung der Initiative.
Berliner Mieterverein · Deutlich unter Verkehrswert entschädigen
Der Mieterverein erklärt, der Preis der Ent-Privatisierung solle nicht durch den Markt bestimmt sein. Die Quelle legt jedoch keine konkrete Höhe fest und belegt deshalb keine eindeutige Zustimmung zum DWE-Korridor von etwa 40 bis 60 Prozent des Verkehrswerts.
sollte jedoch nicht durch den Markt bestimmt sein
Deutsche Kreditwirtschaft · Bestände über 3.000 Wohnungen vergesellschaften
Die Deutsche Kreditwirtschaft lehnt das Berliner Vorhaben wegen finanzieller, investitionsbezogener und kreditwirtschaftlicher Risiken ab und fordert stattdessen Neubau und verlässliche Investitionsbedingungen.
Vergesellschaftung schafft keinen neuen Wohnraum
Deutsche Kreditwirtschaft · Deutlich unter Verkehrswert entschädigen
Die Dachorganisation nennt gerade die Kombination aus Vergesellschaftung und einer geplanten Entschädigung weit unter Marktwert als problematisch und warnt vor Risiken für öffentliche Finanzen und Immobilienfinanzierung.
geplanten Entschädigung weit unter Marktwert
Deutsche Kreditwirtschaft · Landesvergesellschaftung bundesweit ausschließen
Die Deutsche Kreditwirtschaft begrüßt ausdrücklich das Ziel der Bundesregierung, Vergesellschaftungen privater Mietwohnungsbestände durch Landesgesetze bundesgesetzlich auszuschließen, und fordert eine schnelle Umsetzung.
bundesgesetzlich ausschließen will
Institut der deutschen Wirtschaft · Bestände über 3.000 Wohnungen vergesellschaften
Ein 2026 veröffentlichtes IW-Gutachten bewertet die Vergesellschaftung als sozialpolitisch nicht treffsicher und mit erheblichen fiskalischen und investitionsbezogenen Risiken verbunden und rät ausdrücklich von der Umsetzung ab.
Von einer Vergesellschaftung wird daher dringend abgeraten
Institut der deutschen Wirtschaft · Deutlich unter Verkehrswert entschädigen
Das Gutachten bewertet eine Vergesellschaftung bei unterhalb des Marktwerts liegender Entschädigung als zusätzlichen Vertrauensbruch mit möglichen negativen Reaktionen von Investoren.
unterhalb des Marktwerts liegenden Entschädigung
Vonovia · Bestände über 3.000 Wohnungen vergesellschaften
Vonovia-Chef Luka Mucic erklärte nach der Berlin-Wahl, das Unternehmen sehe sich als Teil einer kooperativen Lösung mit mehr Neubau und bezahlbaren Mieten und wies die Vergesellschaftung als ungeeignet zurück.
Vergesellschaftung schafft keine einzige neue Wohnung.
Berliner Wahlberechtigte · Infratest-dimap-Nachwahlumfrage 2026 · Bestände über 3.000 Wohnungen vergesellschaften
In der Infratest-dimap-Nachwahlumfrage vom 20. September 2026 waren 51 Prozent gegen die Vergesellschaftung großer privater Wohnungsunternehmen durch das Land Berlin und 37 Prozent dafür. Die Zeile bildet ausschließlich dieses Umfrageergebnis ab.
51 Prozent ist dagegen
Quellen
- Deutsche Wohnen & Co enteignen — 11.000 Menschen auf der Mietendemo ·
- Deutsche Wohnen & Co enteignen — Faktencheck: Entschädigung und Refinanzierung der Vergesellschaftung ·
- Deutsche Wohnen & Co enteignen — Initiative kritisiert geplantes Vergesellschaftungsverbot der Bundesregierung ·
- Deutsche Wohnen & Co enteignen — Wahlpodium: Linke und Grüne benennen erste Schritte zur Umsetzung der Vergesellschaftung ·
- Reuters — Far-left party wins Berlin election, pledging to nationalise housing ·
- Rundfunk Berlin-Brandenburg — Berliner Grünen-Spitzenkandidat Graf: Volkswillen ernst nehmen – Vergesellschaftung umsetzen ·
- Berliner Mieterverein — Wahlforum 2026: Mietenbewegung fragt, Spitzenpolitik antwortet ·
- Die Linke — Immobilienkonzerne (VONOVIA, LEG und Co.) enteignen ·
- tagesschau.de — Merz will Enteignungen per Gesetz verbieten ·
- taz — CSU fordert Enteignungsverbot: Beschützer der herrschenden Klasse ·
- Deutscher Bundestag — Scharfe Kontroverse um Rolle von Wohnungskonzernen ·
- Berliner Mieterverein — Vergesellschaftung der Daseinsvorsorge – eine Absicherung unserer zentralen Lebensbereiche jenseits des Marktes ·
- Deutsche Kreditwirtschaft / Bankenverband — Deutsche Kreditwirtschaft warnt ·
- Institut der deutschen Wirtschaft — Auswirkungen der Vergesellschaftung privater Wohnungsunternehmen in Berlin ·
- Reuters / onvista — Vonovia sieht sich als Teil einer Lösung für den Berliner Wohnungsmarkt ·
- rbb / tagesschau.de — Berlin-Wahl 2026: Mehrheit gegen Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne ·












